Beautiful Plants For Your Interior
Geranien pflanzen wann
Geranien, mit ihren leuchtenden Blüten und ihrer unkomplizierten Art, sind der Inbegriff von Sommerfreude für viele Gärtner. Aber wann genau ist der beste Zeitpunkt, um diese Schönheiten in die Erde zu bringen, damit sie auch wirklich prächtig gedeihen? Die Antwort ist nicht ganz so einfach, wie es scheint, denn sie hängt von einigen Faktoren ab, die wir uns genauer ansehen müssen.
Wann ist der ideale Zeitpunkt für Geranien? Der Blick auf den Kalender und das Wetter
Der wichtigste Faktor bei der Entscheidung, wann Sie Ihre Geranien pflanzen, ist das Wetter. Geranien sind frostempfindlich, das heißt, sie vertragen keine Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Ein kurzer Frost kann ihnen bereits schaden, daher ist es wichtig, dass Sie warten, bis die Gefahr von Spätfrösten endgültig vorüber ist.
-
Spätfröste im Blick: In den meisten Regionen Deutschlands ist dies Mitte Mai der Fall, nach den sogenannten Eisheiligen (11. bis 15. Mai). Diese Tage gelten traditionell als kritisch, da nach ihnen die Wahrscheinlichkeit für Frost deutlich sinkt.
-
Die Faustregel: Als Faustregel gilt, dass Sie Ihre Geranien erst dann ins Freie pflanzen sollten, wenn die Nachttemperaturen konstant über 5°C liegen.
-
Regional Unterschiede: Beachten Sie, dass die klimatischen Bedingungen je nach Region variieren können. In milderen Regionen, beispielsweise am Rhein oder in Küstennähe, können Sie möglicherweise schon früher pflanzen, während Sie in höheren Lagen oder in Gebieten mit kontinentalem Klima länger warten müssen.
Tipp: Beobachten Sie das Wetter genau und vertrauen Sie nicht blind auf den Kalender. Auch nach den Eisheiligen kann es noch zu Kälteeinbrüchen kommen.
Geranien vorziehen oder direkt pflanzen? Die Qual der Wahl
Sie haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten, Geranien zu pflanzen: Sie können sie entweder vorziehen oder direkt als Jungpflanzen kaufen und einpflanzen. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile.
Geranien vorziehen:
- Vorteile:
- Kostengünstiger, da Sie nur das Saatgut benötigen.
- Größere Sortenvielfalt, da Sie Samen von selteneren Geraniensorten beziehen können.
- Sie können den Zeitpunkt der Aussaat selbst bestimmen und die Pflanzen optimal auf die Bedingungen in Ihrem Garten vorbereiten.
- Nachteile:
- Zeitaufwendiger, da Sie die Pflanzen über mehrere Wochen pflegen müssen.
- Erfordert etwas Erfahrung und Geduld, da die Keimung und das Wachstum der jungen Pflanzen etwas anspruchsvoll sein können.
- Die Gefahr von Krankheiten und Schädlingen ist bei der Anzucht im Haus höher.
Wann Geranien vorziehen?
Wenn Sie sich für die Anzucht aus Samen entscheiden, sollten Sie im Februar oder März damit beginnen. So haben die Pflanzen genügend Zeit, sich zu entwickeln, bevor sie ins Freie gepflanzt werden können.
So ziehen Sie Geranien vor:
- Füllen Sie Anzuchtschalen oder kleine Töpfe mit Anzuchterde.
- Säen Sie die Samen aus und bedecken Sie sie leicht mit Erde.
- Befeuchten Sie die Erde und stellen Sie die Anzuchtschalen an einen hellen, warmen Ort (ca. 20-22°C).
- Halten Sie die Erde feucht, aber nicht nass.
- Sobald die Keimlinge einige Blätter gebildet haben, können Sie sie pikieren, d.h. in größere Töpfe umpflanzen.
- Ab Mitte April können Sie die jungen Geranien tagsüber ins Freie stellen, um sie an die Sonne und die kühleren Temperaturen zu gewöhnen (abhärten).
Geranien als Jungpflanzen kaufen:
- Vorteile:
- Schneller und einfacher, da Sie die Pflanzen direkt einpflanzen können.
- Weniger Aufwand und geringeres Risiko, da die Pflanzen bereits eine gewisse Größe erreicht haben.
- Sie können die Pflanzen direkt in voller Blüte bewundern.
- Nachteile:
- Teurer als die Anzucht aus Samen.
- Weniger Sortenvielfalt, da Sie auf das Angebot der Gärtnereien beschränkt sind.
- Sie haben weniger Kontrolle über die Qualität der Pflanzen.
Wann Geranien als Jungpflanzen kaufen?
Wenn Sie Geranien als Jungpflanzen kaufen möchten, sollten Sie dies im Mai tun, kurz bevor Sie sie ins Freie pflanzen möchten. Achten Sie beim Kauf auf gesunde, kräftige Pflanzen mit vielen Knospen.
Der richtige Standort: Wo fühlen sich Geranien am wohlsten?
Geranien lieben die Sonne! Je mehr Sonne sie bekommen, desto üppiger werden sie blühen.
- Optimal: Ein Standort mit mindestens 6 Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag ist ideal.
- Halbschatten: Auch ein halbschattiger Standort ist möglich, aber die Blüte wird dann etwas weniger üppig ausfallen.
- Vermeiden: Vollschattige Standorte sind für Geranien ungeeignet.
Neben der Sonne ist auch der Schutz vor Wind und Regen wichtig. Ein geschützter Standort verhindert, dass die Pflanzen durch starken Wind beschädigt werden oder durch zu viel Regen faulen.
Die richtige Erde: Was Geranien zum Wachsen brauchen
Geranien bevorzugen eine durchlässige, nährstoffreiche Erde. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da sie zu Wurzelfäule führen kann.
- Geeignete Erde:
- Spezielle Geranienerde aus dem Fachhandel.
- Eine Mischung aus Blumenerde, Sand und Kompost.
Tipp: Geben Sie beim Pflanzen eine Schicht Blähton oder Kies auf den Boden des Pflanzgefäßes, um die Drainage zu verbessern.
Geranien pflanzen: Schritt für Schritt zum Erfolg
- Vorbereitung: Wählen Sie einen sonnigen, geschützten Standort und bereiten Sie die Erde vor.
- Pflanzgefäße: Verwenden Sie Töpfe, Balkonkästen oder Kübel mit ausreichend großen Abzugslöchern.
- Einpflanzen: Setzen Sie die Geranien in die Erde und füllen Sie die Lücken mit Erde auf. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen nicht zu tief sitzen.
- Angießen: Gießen Sie die Pflanzen nach dem Einpflanzen gründlich an.
Tipp: Setzen Sie die Geranien nicht zu dicht nebeneinander, damit sie genügend Platz zum Wachsen haben.
Die richtige Pflege: So bleiben Ihre Geranien gesund und blühfreudig
- Gießen: Gießen Sie Ihre Geranien regelmäßig, aber vermeiden Sie Staunässe. Die Erde sollte immer leicht feucht sein, aber nicht nass.
- Düngen: Geranien sind Starkzehrer und benötigen regelmäßige Düngergaben. Verwenden Sie einen speziellen Geraniendünger oder einen Flüssigdünger für Blühpflanzen. Düngen Sie während der Wachstums- und Blütezeit (April bis September) einmal pro Woche.
- Ausputzen: Entfernen Sie regelmäßig verwelkte Blüten und Blätter, um die Blüte zu fördern und Krankheiten vorzubeugen.
- Überwintern: Geranien sind nicht winterhart und müssen vor dem ersten Frost ins Haus geholt werden. Schneiden Sie die Pflanzen zurück und stellen Sie sie an einen hellen, kühlen Ort (ca. 5-10°C). Gießen Sie sie nur sparsam. Im Frühjahr können Sie die Pflanzen umtopfen und wieder ins Freie stellen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Wann ist der beste Zeitpunkt, um Geranien zu pflanzen?
Nach den Eisheiligen (Mitte Mai), wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Die Nachttemperaturen sollten konstant über 5°C liegen. - Kann ich Geranien auch im Herbst pflanzen?
Nein, Geranien sind nicht winterhart und würden den Winter im Freien nicht überleben. - Welche Erde ist für Geranien am besten geeignet?
Eine durchlässige, nährstoffreiche Geranienerde oder eine Mischung aus Blumenerde, Sand und Kompost. - Wie oft muss ich Geranien gießen?
Regelmäßig, aber vermeiden Sie Staunässe. Die Erde sollte immer leicht feucht sein. - Muss ich Geranien düngen?
Ja, Geranien sind Starkzehrer und benötigen regelmäßige Düngergaben während der Wachstums- und Blütezeit.
Fazit
Der richtige Zeitpunkt zum Geranien pflanzen ist nach den Eisheiligen, wenn die Frostgefahr endgültig gebannt ist. Mit der richtigen Pflege und einem sonnigen Standort werden Sie mit einer üppigen Blütenpracht belohnt!