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Welche Pflanzen nicht mit Pferdemist
Pferdemist ist ein wahrer Schatz für jeden Gärtner! Er ist reich an Nährstoffen und verbessert die Bodenstruktur, was ihn zu einem exzellenten Dünger macht. Aber Achtung! Nicht jede Pflanze freut sich über diese Rosskur. Bevor du also den Mist aus dem Stall holst und wild im Garten verteilst, solltest du genau wissen, welche Pflanzen eher "Danke, aber nein danke!" sagen würden. Denn der falsche Dünger kann mehr schaden als nutzen.
Pferdemist – Ein Segen für den Garten, aber nicht für alle!
Pferdemist ist ein organischer Dünger, der im Vergleich zu mineralischen Düngern langsamer wirkt. Er setzt seine Nährstoffe nach und nach frei, was für viele Pflanzen ideal ist. Aber genau diese Eigenschaft kann für bestimmte Pflanzenarten zum Problem werden. Frisch gemisteter Pferdemist ist besonders "heiß", das bedeutet, er enthält viel Stickstoff und kann bei der Zersetzung Wärme freisetzen. Diese Kombination kann empfindliche Pflanzen verbrennen oder zu übermäßigem Wachstum führen, was sie anfälliger für Krankheiten macht.
Vorsicht, Frisch! Welche Pflanzen leiden unter "heißem" Mist?
Frischer Pferdemist ist besonders stickstoffreich und kann für bestimmte Pflanzen schädlich sein. Hier ist eine Liste von Pflanzen, die du besser nicht mit frischem Pferdemist düngen solltest:
- Direkt ausgesäte Samen: Die hohe Nährstoffkonzentration kann die Keimung behindern oder die zarten Keimlinge verbrennen.
- Jungpflanzen: Auch junge Pflanzen sind empfindlich gegenüber dem hohen Stickstoffgehalt.
- Radieschen und Karotten: Diese Wurzelgemüse bevorzugen einen stickstoffarmen Boden, da zu viel Stickstoff zu übermäßigem Blattwachstum und kleinen, unansehnlichen Wurzeln führt.
- Salat: Salat neigt bei zu viel Stickstoff dazu, Nitrat anzureichern, was gesundheitsschädlich sein kann. Außerdem wird er schnell matschig.
- Spinat: Ähnlich wie Salat kann auch Spinat bei zu viel Stickstoff Nitrat anreichern.
- Bohnen und Erbsen: Diese Leguminosen binden Stickstoff aus der Luft und benötigen daher keinen zusätzlichen Stickstoffdünger. Zu viel Stickstoff kann sogar das Wachstum beeinträchtigen.
- Kräuter (bestimmte Sorten): Einige Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Salbei bevorzugen magere Böden und vertragen keinen stickstoffreichen Dünger. Zu viel Stickstoff kann das Aroma beeinträchtigen.
- Beerensträucher (in Maßen): Bei Beerensträuchern sollte man mit frischem Mist sehr vorsichtig sein. Zwar benötigen sie Nährstoffe, aber zu viel Stickstoff kann zu übermäßigem Wachstum und weniger Fruchtansatz führen.
Merke: Generell gilt: Pflanzen, die wenig Nährstoffe benötigen oder empfindlich auf hohe Stickstoffkonzentrationen reagieren, sollten nicht mit frischem Pferdemist gedüngt werden.
Abgelagert ist besser: Wann Pferdemist zum Goldstück wird
Die gute Nachricht ist: Pferdemist wird durch Kompostierung zu einem wertvollen Dünger, der für viele Pflanzen geeignet ist. Durch den Kompostierungsprozess wird der Stickstoffgehalt reduziert und die Wärmeentwicklung minimiert.
So erkennst du reifen Pferdemist:
- Dunkle Farbe: Reifer Kompost hat eine dunkle, fast schwarze Farbe.
- Erdiger Geruch: Er riecht erdig und nicht mehr nach Ammoniak.
- Lockere Struktur: Die ursprünglichen Bestandteile sind kaum noch erkennbar und die Struktur ist locker und krümelig.
- Geringe Wärmeentwicklung: Wenn du eine Handvoll Kompost in der Hand hältst, sollte er sich nicht warm anfühlen.
Welche Pflanzen lieben abgelagerten Pferdemist?
Nachdem der Pferdemist gut abgelagert und kompostiert ist, verwandelt er sich in einen wahren Alleskönner für den Garten. Hier sind einige Pflanzen, die von reifem Pferdemist profitieren:
- Tomaten: Tomaten sind Starkzehrer und lieben den Nährstoffreichtum von Pferdemistkompost.
- Kürbisse: Auch Kürbisse sind Starkzehrer und benötigen viele Nährstoffe für ihr Wachstum.
- Zucchini: Ähnlich wie Kürbisse profitieren auch Zucchini von einer Düngung mit Pferdemistkompost.
- Gurken: Gurken sind ebenfalls Starkzehrer und benötigen ausreichend Nährstoffe, um viele Früchte zu produzieren.
- Rosen: Rosen sind anspruchsvolle Pflanzen und benötigen eine regelmäßige Düngung. Pferdemistkompost ist ein idealer Dünger für Rosen, da er die Bodenstruktur verbessert und die Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen versorgt.
- Obstbäume: Auch Obstbäume profitieren von einer Düngung mit Pferdemistkompost, insbesondere im Frühjahr.
- Starkzehrer im Allgemeinen: Viele Gemüsesorten wie Kohl, Kartoffeln und Lauch sind Starkzehrer und profitieren von einer Düngung mit Pferdemistkompost.
Wichtig: Auch bei der Verwendung von abgelagertem Pferdemist solltest du die Düngermenge an die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanze anpassen. Weniger ist oft mehr!
Dosierung ist alles: So machst du es richtig
Die richtige Dosierung von Pferdemist ist entscheidend für den Erfolg im Garten. Hier sind einige Tipps zur Dosierung:
- Frischer Pferdemist: Verwende frischen Pferdemist nur im Herbst zur Bodenverbesserung. Verteile ihn großzügig auf dem Beet und grabe ihn unter. Er hat dann den Winter über Zeit, sich zu zersetzen.
- Abgelagerter Pferdemist: Bei der Verwendung von abgelagertem Pferdemistkompost kannst du diesen im Frühjahr oder Sommer als Dünger verwenden.
- Leichte Böden: Bei leichten Böden kannst du etwas mehr Kompost verwenden, da diese Böden Nährstoffe schlechter speichern.
- Schwere Böden: Bei schweren Böden solltest du weniger Kompost verwenden, da diese Böden bereits viele Nährstoffe enthalten.
- Gemüsebeete: Verteile eine Schicht von etwa 2-3 cm Kompost auf dem Beet und arbeite ihn leicht in den Boden ein.
- Rosen und Obstbäume: Verteile eine Schicht von etwa 5-10 cm Kompost um die Pflanzen und arbeite ihn leicht in den Boden ein.
Generell gilt: Beobachte deine Pflanzen genau! Wenn sie gesund aussehen und gut wachsen, benötigen sie keine zusätzliche Düngung. Wenn sie blass oder schwach aussehen, können sie von einer Düngung profitieren.
Alternativen zum Pferdemist: Wenn es ohne Ross geht
Wenn du keinen Zugang zu Pferdemist hast oder ihn aus anderen Gründen nicht verwenden möchtest, gibt es viele alternative Düngemittel, die du verwenden kannst:
- Kompost: Kompost ist ein hervorragender organischer Dünger, der aus Küchen- und Gartenabfällen hergestellt wird.
- Hornspäne: Hornspäne sind ein langsam wirkender Stickstoffdünger, der aus gemahlenen Hörnern und Hufen hergestellt wird.
- Gemüsejauche: Gemüsejauche ist ein flüssiger Dünger, der aus fermentierten Pflanzenresten hergestellt wird.
- Gründüngung: Gründüngungspflanzen wie Klee und Phacelia verbessern die Bodenstruktur und reichern den Boden mit Nährstoffen an.
- Organische Dünger aus dem Handel: Im Handel sind viele organische Dünger erhältlich, die speziell auf die Bedürfnisse verschiedener Pflanzen abgestimmt sind.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Kann ich Pferdemist für alle Pflanzen verwenden? Nein, frischer Pferdemist ist für einige Pflanzen schädlich. Abgelagerter Pferdemistkompost ist für viele Pflanzen geeignet, aber auch hier ist Vorsicht geboten.
- Wie erkenne ich guten Pferdemistkompost? Guter Pferdemistkompost hat eine dunkle Farbe, einen erdigen Geruch, eine lockere Struktur und entwickelt keine Wärme.
- Kann ich mit Pferdemist überdüngen? Ja, eine Überdüngung mit Pferdemist ist möglich. Achte auf die Bedürfnisse der Pflanzen und dosiere den Dünger entsprechend.
- Ist Pferdemist auch für Kübelpflanzen geeignet? Ja, abgelagerter Pferdemistkompost kann auch für Kübelpflanzen verwendet werden, aber in geringerer Dosierung.
- Wo bekomme ich Pferdemist? Pferdemist bekommst du in der Regel direkt von Pferdehaltern oder Reitställen.
Fazit
Pferdemist ist ein wertvoller Dünger für den Garten, aber nicht jede Pflanze verträgt ihn. Achte darauf, nur abgelagerten Pferdemistkompost für Pflanzen zu verwenden, die Starkzehrer sind und eine Düngung vertragen. Informiere dich gut über die Bedürfnisse deiner Pflanzen und dosiere den Dünger entsprechend, um ein gesundes Wachstum und eine reiche Ernte zu gewährleisten.