Vorteile von Opossums: Sind Possums nützlich?

Amerikas einziges Beuteltier hat einen ziemlich schlechten Ruf. Vielleicht liegt es am Aussehen des Opossums und seinem nächtlichen Lebensstil, die dieses Tier so unheimlich wirken lassen. Schließlich ist es einfach gruselig, im Lichtschein eine große, rattenähnliche Kreatur mit stechenden Augen und einem Aasfresser-Appetit zu sehen.

Sind Opossums nützlich?

Überraschenderweise lautet die Antwort: Ja. Im Vergleich zu anderen Wildtieren sind sie sogar sehr hilfreich. Opossums übernehmen nicht nur eine wichtige Rolle im Ökosystem, sie können auch eine echte Bereicherung für deinen Garten sein – auch wenn viele Menschen sie lieber loswerden möchten und versuchen, ihre Zahl zu verringern.

Opossums, die manchmal auch einfach Possums genannt werden, tun deinem Garten gut, weil sie kleine Insekten und Schädlinge vertilgen. Als Allesfresser fressen sie eine Vielzahl von Dingen – darunter auch Käfer, Nacktschnecken und Schnecken, die Gartenpflanzen beschädigen.

Diese nachtaktiven Tiere fressen außerdem Pflanzenreste. Im Allgemeinen bevorzugen sie abgefallenes oder verrottetes Gemüse gegenüber frischer Nahrung. Das Aufräumen heruntergefallener Früchte und Gemüse, die Krankheiten übertragen können, ist ein weiterer Vorteil, wenn man sie im Garten duldet.

Helfen Opossums gegen Zecken?

In vielen Teilen der USA nehmen die Zeckenpopulationen zu. Diese Plagegeister übertragen Krankheiten wie Borreliose oder das Fleckenfieber der Rocky Mountains. Je mehr Zecken es gibt, desto häufiger treten auch durch Zecken übertragene Krankheiten auf. Gartenarbeit, wie Unkrautjäten, erhöht dabei das Risiko.

Einer der größten Vorteile von Opossums ist ihre Fähigkeit, Zecken zu bekämpfen. Opossums sind äußerst reinlich und fressen etwa 95 % der Zecken, die sich an ihrem Fell festklammern. Man schätzt, dass ein einziges Opossum jährlich über 5.000 Zecken aus der Umgebung entfernt.

Interessante Fakten über Opossums

Hier sind weitere nützliche Eigenschaften der Opossums:

  • Opossums jagen, töten und fressen Mäuse, Ratten und Schlangen (sogar giftige Arten).
  • Opossums sind Aasfresser und beseitigen tote Tierkadaver.
  • Sie sind auf natürliche Weise resistent gegen Tollwut und Botulismus – sie übertragen diese Krankheiten also kaum.
  • Opossums sind immun gegen Gifte von Bienen- und Skorpionstichen.
  • Sie graben keine tiefen Höhlen, nutzen aber gerne verlassene Baue anderer Tiere.

Leider gibt es auch einige Nachteile, wenn Opossums sich rund ums Haus oder im Garten aufhalten. Bevor du sie also willkommen heißt, solltest du diese Punkte bedenken:

  • Als Aasfresser fressen Opossums gerne Tierfutter, das draußen stehen gelassen wurde. Sie haben ein ausgezeichnetes Gedächtnis und kommen Nacht für Nacht zurück, um die Reste von Hund oder Katze zu verputzen.
  • Sie können Flöhe haben und Flohlarven sowie -eier im Garten verteilen.
  • Opossums sind Gelegenheitsnutzer, die gerne in Häusern, Garagen oder Schuppen Unterschlupf suchen.
  • Sie bedienen sich an Küchenabfällen im Kompost oder an Müllsäcken, die zur Abholung bereitstehen.
  • Opossums können Träger der equinen Protozoen-Myeloenzephalitis (EPM) sein. Gras, Heu oder Getreide, das mit ihrem Kot verunreinigt ist, kann diese unheilbare und tödliche Krankheit auf Pferde übertragen.

Clara Grünwald
Clara Grünwald

Clara interessiert sich seit vielen Jahren für Natur und Garten. Auf nutzgartenhelfer.com teilt sie ihr Wissen über Pflanzen, nützliche Insekten und einfache Tipps für ein nachhaltiges Gärtnern.

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