Was sind Erdbienen – Wissenswertes über Bienen, die im Boden graben

Was sind Erdbienen? Auch als Grab- oder Bodenbienen bekannt, handelt es sich bei Erdbienen um einzelgängerische Bienen, die unter der Erde nisten. In den Vereinigten Staaten gibt es etwa 70 Arten von Erdbienen, vor allem in den westlichen Bundesstaaten. Weltweit schätzt man die Anzahl auf rund 400 Arten dieser faszinierenden Insekten. Aber was hat es mit den Bienen, die im Dreck wühlen, wirklich auf sich? Lies weiter und erfahre, wie man Erdbienen erkennt.

Infos über Erdbienen: Fakten über Bienen im Boden

Weibliche Erdbienen leben unter der Erde, wo sie ein etwa 15 cm tiefes Nest anlegen. Im Inneren des Nests bereiten sie eine Kammer mit reichlich Pollen und Nektar vor, um die Larven zu versorgen.

Die männlichen Erdbienen beteiligen sich nicht an diesem Bau. Ihre Aufgabe besteht darin, sich im Frühjahr durch den Boden an die Oberfläche zu graben, bevor die Weibchen erscheinen. Sie fliegen dann herum und warten darauf, die nächste Generation zu zeugen.

Erdbienen tauchen oft in Bereichen des Gartens auf, in denen das Gras spärlich wächst – etwa in trockenen oder schattigen Ecken. Sie beschädigen den Rasen in der Regel nicht, obwohl manche Arten kleine Erdhügel vor ihren Löchern hinterlassen. Da Erdbienen Einzelgänger sind, hat jede Biene ihren eigenen Eingang zur privaten Kammer. Trotzdem kann eine ganze Gemeinschaft von Bienen mit vielen kleinen Löchern in einem Gebiet leben.

Diese Bienen, die nur für ein paar Wochen im frühen Frühling aktiv sind, sind nützlich, da sie Pflanzen bestäuben und schädliche Insekten bekämpfen. Du kannst also meist ungestört im Garten arbeiten oder den Rasen mähen.

Wenn Erdbienen zum Problem werden, solltest du möglichst auf Insektizide verzichten. Eine gute Bewässerung des Bodens im frühen Frühling kann verhindern, dass sie sich dort eingraben. Befinden sich die Bienen im Gemüsebeet oder in den Blumenrabatten, kann eine dicke Mulchschicht sie abschrecken.

Erdbienen erkennen

Erdbienen sind zwischen 6 mm und 1 cm lang. Je nach Art sind sie dunkel oder schimmern metallisch und haben oft gelbe, weiße oder rostfarbene Muster. Die Weibchen sind besonders pelzig, damit sie den Pollen besser am Körper tragen können.

Erdbienen stechen normalerweise nicht, es sei denn, sie fühlen sich bedroht. Sie sind nicht aggressiv und greifen nicht wie Wespen oder Hornissen an. Menschen mit Bienenstichallergie sollten dennoch vorsichtig sein. Achte auch darauf, dass es sich wirklich um Erdbienen handelt und nicht um Hummeln oder Wespen, die bei Störung gefährlich werden können.

Clara Grünwald
Clara Grünwald

Clara interessiert sich seit vielen Jahren für Natur und Garten. Auf nutzgartenhelfer.com teilt sie ihr Wissen über Pflanzen, nützliche Insekten und einfache Tipps für ein nachhaltiges Gärtnern.

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